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Arbeitsmodell und Plattform

Das LXMS verbindet Arbeitsmodell, Plattform und Kernfunktionen zu einem durchgängigen System für digitale Lernangebote.

Das Arbeitsmodell

Demand • Design • Product • Governance • Runtime • Guidance

Das Arbeitsmodell teilt den Lebenszyklus eines digitalen Lernangebots in sechs Arbeitsbereiche. Die englischen Namen bleiben bewusst erhalten, weil sie auch in Produkt, Dokumentation und Software wiederkehren.

Arbeitsbereich

Beschreibung

Demand - Welcher Bedarf steht hinter dem Lernangebot?

Klärt, welcher Bedarf hinter einem Lernangebot steht: Zielgruppe, Kompetenzanforderungen, Skill Gaps, Lernziele, fachliche Quellen, Evidence und didaktische Strategie. Beispiel: Ein Compliance-Training soll nicht nur "Informationen vermitteln", sondern bestimmte Entscheidungen im Arbeitsalltag verbessern. Demand klärt, welche Entscheidungen verbessert werden sollen und woran Erfolg erkennbar wird.

Design - Wie wird daraus ein guter Lernweg?

Übersetzt die fachliche Grundlage in Lernarchitektur, Outline, Storyboard, Aktivitäten und Blueprint. Beispiel: Aus Lernzielen entstehen Kapitel, Aufgaben, Reflexionsmomente, Interaktionen und ein sinnvoller Ablauf.

Product - Was wird konkret produziert?

Umfasst das eigentliche Lernangebot: Module, Seiten, Assets, Content Blocks, H5P-Elemente, Simulationen und weitere Komponenten. Beispiel: Ein Storyboard wird in ein nutzbares digitales Lernmodul mit Interaktionen, Medien und Ausgabeformaten umgesetzt.

Governance - Was ist geprüft und freigegeben?

Sorgt für Review, Kommentare, Freigabe, Versionierung und Nachvollziehbarkeit. Beispiel: Ein Fachbereich prüft Inhalte, Legal gibt Hinweise, die Redaktion setzt Korrekturen um und die finale Version wird dokumentiert freigegeben.

Runtime - Was passiert in der Nutzung?

Runtime beschreibt, wie Lernaktivitäten erfasst und ausgewertet werden: Sitzungen, Fortschritt, Interaktionen und Analytics. Beispiel: Es wird sichtbar, bei welchen Aufgaben Lernende abbrechen, wo sie lange brauchen oder welche Inhalte besonders häufig wiederholt werden.

Guidance - Wie reagieren wir darauf?

Nutzt Lernverhalten und Kontext, um Unterstützung, Empfehlungen oder Interventionen abzuleiten. Beispiel: Ein Lernbegleiter erkennt, dass eine Person bei einem Thema Schwierigkeiten hat, und schlägt gezielte Wiederholung oder Erklärung vor.

Arbeitsbereich

Demand - Welcher Bedarf steht hinter dem Lernangebot?

Beschreibung

Klärt, welcher Bedarf hinter einem Lernangebot steht: Zielgruppe, Kompetenzanforderungen, Skill Gaps, Lernziele, fachliche Quellen, Evidence und didaktische Strategie. Beispiel: Ein Compliance-Training soll nicht nur "Informationen vermitteln", sondern bestimmte Entscheidungen im Arbeitsalltag verbessern. Demand klärt, welche Entscheidungen verbessert werden sollen und woran Erfolg erkennbar wird.

Arbeitsbereich

Design - Wie wird daraus ein guter Lernweg?

Beschreibung

Übersetzt die fachliche Grundlage in Lernarchitektur, Outline, Storyboard, Aktivitäten und Blueprint. Beispiel: Aus Lernzielen entstehen Kapitel, Aufgaben, Reflexionsmomente, Interaktionen und ein sinnvoller Ablauf.

Arbeitsbereich

Product - Was wird konkret produziert?

Beschreibung

Umfasst das eigentliche Lernangebot: Module, Seiten, Assets, Content Blocks, H5P-Elemente, Simulationen und weitere Komponenten. Beispiel: Ein Storyboard wird in ein nutzbares digitales Lernmodul mit Interaktionen, Medien und Ausgabeformaten umgesetzt.

Arbeitsbereich

Governance - Was ist geprüft und freigegeben?

Beschreibung

Sorgt für Review, Kommentare, Freigabe, Versionierung und Nachvollziehbarkeit. Beispiel: Ein Fachbereich prüft Inhalte, Legal gibt Hinweise, die Redaktion setzt Korrekturen um und die finale Version wird dokumentiert freigegeben.

Arbeitsbereich

Runtime - Was passiert in der Nutzung?

Beschreibung

Runtime beschreibt, wie Lernaktivitäten erfasst und ausgewertet werden: Sitzungen, Fortschritt, Interaktionen und Analytics. Beispiel: Es wird sichtbar, bei welchen Aufgaben Lernende abbrechen, wo sie lange brauchen oder welche Inhalte besonders häufig wiederholt werden.

Arbeitsbereich

Guidance - Wie reagieren wir darauf?

Beschreibung

Nutzt Lernverhalten und Kontext, um Unterstützung, Empfehlungen oder Interventionen abzuleiten. Beispiel: Ein Lernbegleiter erkennt, dass eine Person bei einem Thema Schwierigkeiten hat, und schlägt gezielte Wiederholung oder Erklärung vor.

Querschnittsfunktionen

Neben den sechs Arbeitsbereichen gibt es Funktionen, die mehrere Bereiche gleichzeitig betreffen.

Querschnittsfunktion

Beschreibung

AI

Kann bei Recherche, Konzeption, Storyboard, Review, Übersetzung, Analyse und Guidance helfen. Entscheidend ist, dass KI nicht isoliert arbeitet, sondern mit Lernzielen, Fachkontext, Review-Regeln und Nutzungsdaten verbunden wird.

Lokalisation

Betrifft nicht nur fertige Texte. Sie beginnt bei Zielgruppen, Terminologie, Beispielen, Medien, Varianten und Review-Prozessen. Sprachfassungen werden als Teil des Lernangebots geführt und bleiben mit Struktur, Status, Freigabe und Release verbunden.

Legacy Content Operations

Führt bestehende SCORM-Inhalte als kontrollierten Bestand. Der Wert liegt nicht im bloßen Import, sondern in Inventarisierung, kontrollierter Auslieferung, Patchfähigkeit, Übersetzung, Review, Versionierung und der gezielten Entscheidung, welche Inhalte weiterbetrieben, modernisiert, migriert oder ersetzt werden.

Delivery

Verbindet Produktion, Bestand und Auslieferung. Dazu gehören Ausgabeformate, LMS-/LTI-Einbindung, gehostete Starts, Versionen, Varianten und die Rückkopplung von Nutzungsdaten auf den konkreten ausgelieferten Stand.

Querschnittsfunktion

AI

Beschreibung

Kann bei Recherche, Konzeption, Storyboard, Review, Übersetzung, Analyse und Guidance helfen. Entscheidend ist, dass KI nicht isoliert arbeitet, sondern mit Lernzielen, Fachkontext, Review-Regeln und Nutzungsdaten verbunden wird.

Querschnittsfunktion

Lokalisation

Beschreibung

Betrifft nicht nur fertige Texte. Sie beginnt bei Zielgruppen, Terminologie, Beispielen, Medien, Varianten und Review-Prozessen. Sprachfassungen werden als Teil des Lernangebots geführt und bleiben mit Struktur, Status, Freigabe und Release verbunden.

Querschnittsfunktion

Legacy Content Operations

Beschreibung

Führt bestehende SCORM-Inhalte als kontrollierten Bestand. Der Wert liegt nicht im bloßen Import, sondern in Inventarisierung, kontrollierter Auslieferung, Patchfähigkeit, Übersetzung, Review, Versionierung und der gezielten Entscheidung, welche Inhalte weiterbetrieben, modernisiert, migriert oder ersetzt werden.

Querschnittsfunktion

Delivery

Beschreibung

Verbindet Produktion, Bestand und Auslieferung. Dazu gehören Ausgabeformate, LMS-/LTI-Einbindung, gehostete Starts, Versionen, Varianten und die Rückkopplung von Nutzungsdaten auf den konkreten ausgelieferten Stand.

Die Plattform

Management von Lernerfahrungen

Viele digitale Lernangebote werden immer noch als SCORM-Pakete in einem LMS bereitgestellt. Für die Lernenden ist das kein Problem. Für L&D-Teams wird es jedoch zunehmend aufwendiger, sobald Inhalte aktualisiert werden müssen.

Schon kleine Änderungen können den Neuaufbau eines SCORM-Pakets erforderlich machen: Datei öffnen, Inhalt anpassen, neu exportieren, ins LMS hochladen, testen, freigeben und die richtige Version im Kurs ersetzen. Das betrifft fachliche Korrekturen genauso wie neue Medien, zusätzliche Sprachfassungen oder regulatorische Updates.

Gleichzeitig sind diese Inhalte weiterhin wichtig. Sie bilden zum Beispiel Pflichttrainings, Compliance-Schulungen, Produktschulungen, Onboarding-Module oder aufwendig produzierte Lernangebote ab. Die eigentliche Herausforderung ist, sie im laufenden Betrieb besser pflegen, überprüfen und weiterentwickeln zu können.

Das Learning Experience Management System (LXMS) von BLX kann L&D-Teams genau dabei unterstützen. Bestehende und neue Lernangebote lassen sich zentral verwalten, Versionen nachvollziehbar machen, Übersetzungen organisieren, Reviews steuern und Lernangebote kontrolliert bereitstellen. SCORM-Pakete können so weiter genutzt werden, ohne dass jede Anpassung zum manuellen Sonderprozess wird.

Die BLX-Lösung setzt dabei auf TYPO3 als bewährte Content-Management-Basis. TYPO3 bringt viele Funktionen mit, die den laufenden Betrieb für digitale Lernangebote effizienter machen: redaktionelle Workflows, Rollen und Rechte, Versionierung, Mehrsprachigkeit, responsive Darstellung und eine flexible Erweiterungsarchitektur. Im LXMS steht dieses Management Prinzip auch für digitale Lernangebote in vollem Umfang zur Verfügung.

Der Vorteil liegt darin, dass Organisationen ihre Lernangebote langfristig besser im Griff behalten. Sie werden unabhängig von einzelnen Tools oder Plattformen, können vorhandene Web-, Lern- und Login-Infrastrukturen weiter nutzen und ihre Lernangebote Schritt für Schritt modernisieren.

Vom CMS zum LXMS

TYPO3 wird durch die Kombination aus H5P, xAPI/cmi5, LRS und LTI zu mehr als einem Content-Management-System. Es wird zur Produktions- und Ausspielplattform für digitale Lernangebote, die interaktiv, adaptiv und auswertbar sind.

Für Redaktionen bedeutet das weniger Medienbrüche und mehr Kontrolle über den gesamten Bestand. Neue Inhalte können direkt im LXMS entstehen. Bestehende Inhalte können als kontrollierter Bestand weitergeführt werden. Änderungen, Übersetzungen, Medienersatz, Review und Re-Releases werden nicht mehr als lose Dateioperationen behandelt, sondern als versionierte Anpassungen.

Für Organisationen entsteht dadurch eine offene Architektur, die vorhandene LMS-Landschaften ergänzt und zugleich mehr Kontrolle über Inhalte, Versionen und Daten ermöglicht. Der Weg vom CMS zum LXMS besteht deshalb nicht nur aus zusätzlicher Technik. Er beschreibt einen anderen Betriebsmodus digitaler Lernangebote: weg von einmaligen Exportpaketen, hin zu versionierbaren, auslieferbaren und auswertbaren Lernangeboten.

Warum ein CMS als Basis?

Die Wahl der technologischen Basis ist für ein Learning Experience Management System nicht nur eine technische, sondern auch eine strategische Entscheidung. Gerade bei langfristig genutzten Lernplattformen spielen Faktoren wie Wartbarkeit, Erweiterbarkeit, digitale Souveränität und Integrationsfähigkeit eine zentrale Rolle.

Das TYPO3 CMS bietet dafür eine belastbare Grundlage. Das Open-Source-Content-Management-System ist auf hochskalierbare und langfristig betriebene Webplattformen ausgelegt und wird über LTS-Versionen (Long Term Support) dauerhaft gepflegt. Für Organisationen mit hohen Anforderungen an Stabilität, Governance und nachhaltige Systemarchitekturen ist das ein wesentlicher Vorteil.

Technologisch lässt sich TYPO3 flexibel in bestehende Infrastrukturen integrieren. Der Betrieb kann auf etablierten Open-Source-Komponenten wie MariaDB, MySQL, PostgreSQL, Apache, Nginx, PHP und JavaScript erfolgen. Gleichzeitig stehen zahlreiche Schnittstellen und Erweiterungsmöglichkeiten für REST-APIs, Single-Sign-On, Übersetzungsdienste, Medienquellen oder KI-Dienste zur Verfügung.

Für Legacy Content Operations ist diese Offenheit zentral. Bestehende Pakete, Medien, Sprachfassungen, Metadaten, Review-Stände und Auslieferungswege müssen nicht in einem proprietären Autorentool verschwinden. Sie können im LXMS als verwaltete Objekte, Dateien, Releases oder Referenzen geführt werden. TYPO3 liefert dafür die redaktionelle und technische Grundlage: Dateiverwaltung, Rechte, Workflows, Mehrsprachigkeit, Versionierung, Erweiterbarkeit und Integration in bestehende Authentifizierungs- und LMS-Strukturen.

Hinzu kommt ein breites TYPO3-Ökosystem mit spezialisierten Agenturen und EntwicklerInnen sowie frei verfügbaren und kommerziellen Erweiterungen. Dadurch können Organisationen ihre Plattform schrittweise erweitern, ohne die Grundarchitektur verändern oder sich an proprietäre Gesamtsysteme binden zu müssen.

Auch im öffentlichen Sektor spielt TYPO3 eine wichtige Rolle. Der neue Government Site Builder basiert auf TYPO3 und unterstützt Anforderungen wie responsives Design, DSGVO-Konformität und barrierearme Nutzung nach BITV 2.0. Für das LXMS bedeutet das: Lernangebote entstehen auf derselben technologischen Grundlage wie moderne Informations- und Serviceplattformen – offen, anschlussfähig und langfristig tragfähig.

H5P als Interaktionsschicht im LXMS

H5P ergänzt das LXMS um eine breite Palette interaktiver Inhaltstypen. Dazu gehören interaktive Videos, Quizzes, Drag-and-Drop-Aufgaben, Lückentexte, Präsentationen, Branching-Szenarien, Dialogkarten, Lerntagebücher und weitere Formate für aktive Auseinandersetzung mit Lerninhalten.

Im LXMS werden H5P-Inhalte nicht als isolierte Fremdkörper eingebunden. Sie können direkt im Backend erstellt, importiert, verwaltet und in die Seiten- und Modulstruktur eingebettet werden. Über zentrale Stylesheets lassen sich Schriften, Farben, Abstände und Layouts so steuern, dass H5P-Elemente konsistent zum Corporate Design und zur Gesamtgestaltung des Lernangebots passen.

Das ist mehr als visuelle Kosmetik. Eine gute Trägerplattform wie das TYPO3 CMS sorgt dafür, dass interaktive Aufgaben, Videos, Texte, Navigation, Fortschritt und Feedback als zusammenhängende Lernerfahrung erscheinen. Lernende erleben H5P nicht als eingebettetes Zusatzmodul, sondern als Teil der digitalen Lernangebote.

Vom H5P-Inhalt zum versionierbaren Lernangebot

H5P liefert starke interaktive Bausteine. Das LXMS erweitert diese Bausteine um Kontext, Persistenz, Auswertung, orchestrierte Lernpfade und effiziente Übersetzungsworkflows.

H5P-Funktion

Erweiterung im LXMS

Interaktive Aufgaben und Videos

Einbettung in Modulstruktur, Navigation und didaktischen Kontext

Feedback in einzelnen Aufgaben

erweiterbare Feedbacklogik und kontextsensitive Hinweise

xAPI-Events aus H5P

Speicherung, Analyse und Dashboard-Auswertung im LRS

Bearbeitungsstand in Komponenten

Previous-State-Unterstützung für Fortsetzung nach Wiedereinstieg

Einzelne Inhaltstypen

Kombination zu Lernpfaden, Varianten, Testszenarien und Reflexionsräumen

Standardisierte Darstellung

zentrale Gestaltung über TYPO3, Corporate Design und Barrierearmut

Mehrsprachige Inhalte

KI-gestützte Übersetzung mit Änderungsabgleich, fachlichem Review und Freigabe als Sprachvariante

H5P-Funktion

Interaktive Aufgaben und Videos

Erweiterung im LXMS

Einbettung in Modulstruktur, Navigation und didaktischen Kontext

H5P-Funktion

Feedback in einzelnen Aufgaben

Erweiterung im LXMS

erweiterbare Feedbacklogik und kontextsensitive Hinweise

H5P-Funktion

xAPI-Events aus H5P

Erweiterung im LXMS

Speicherung, Analyse und Dashboard-Auswertung im LRS

H5P-Funktion

Bearbeitungsstand in Komponenten

Erweiterung im LXMS

Previous-State-Unterstützung für Fortsetzung nach Wiedereinstieg

H5P-Funktion

Einzelne Inhaltstypen

Erweiterung im LXMS

Kombination zu Lernpfaden, Varianten, Testszenarien und Reflexionsräumen

H5P-Funktion

Standardisierte Darstellung

Erweiterung im LXMS

zentrale Gestaltung über TYPO3, Corporate Design und Barrierearmut

H5P-Funktion

Mehrsprachige Inhalte

Erweiterung im LXMS

KI-gestützte Übersetzung mit Änderungsabgleich, fachlichem Review und Freigabe als Sprachvariante

Besonders relevant ist die persistente Nutzung. Wenn Lernende eine Interaktion unterbrechen, kann der letzte Stand später wieder aufgenommen werden. Das macht längere Lernmodule alltagstauglicher und reduziert den Bruch zwischen einzelnen Lernsitzungen.

Auch Testszenarien lassen sich stärker steuern. Aufgaben können mit H5P erstellt und im LXMS zu Pools, Varianten oder differenzierten Prüfungssituationen kombiniert werden. Wo H5P allein nur begrenzte Möglichkeiten für komplexere Zufallsauswahl oder modulübergreifende Logik bietet, übernimmt das LXMS die Orchestrierung.

Die gleiche Logik gilt für den Umgang mit Bestand. Einzelne Pakete oder Medien werden nicht isoliert betrachtet, sondern in Lernpfade, Releases, Sprachfassungen und Betriebsentscheidungen eingebettet. Dadurch entsteht ein gemeinsamer Produktkontext für neue und bestehende Inhalte.

Lernpfade, Reflexion und Wiederverwendung

Die Stärke des LXMS zeigt sich vor allem dort, wo Lernangebote über einzelne Seiten oder Aufgaben hinausgehen. Inhalte können modular aufgebaut, mehrfach verwendet und je nach Zielgruppe unterschiedlich kombiniert werden. Das reduziert Pflegeaufwand und erleichtert spätere Aktualisierungen.

Didaktisch entstehen dadurch zusätzliche Möglichkeiten. Ein modulübergreifendes Lerntagebuch kann frühere Eingaben sichtbar halten und weiterbearbeitbar machen. Eine Notizen-Funktion kann markierte Textstellen sammeln und später als Reflexionsgrundlage dienen. Antwortvergleiche können Lernenden zeigen, wie ihre Einschätzung im Verhältnis zu anderen ausfällt.

Auch adaptive Pfade werden möglich. Wer Aufgaben und Wissensabfragen sicher bearbeitet, kann anspruchsvollere Inhalte erhalten oder Grundlagen überspringen. Wer Schwierigkeiten zeigt, bekommt zusätzliche Erklärungen, Wie-derholungen oder alternative Aufgaben. H5P liefert dabei die Interaktionen, das LXMS steuert den Zusammenhang.

xAPI, cmi5, LRS und LTI 1.3

Die eigentliche Stärke des LXMS liegt unter der Oberfläche. Lernaktivitäten werden über xAPI und cmi5 als auswertbare Ereignisse erfasst. Dazu können Antworten auf Fragen, Interaktionen in Videos, Bearbeitungsdauer, Wiederholungen, Abbruchpunkte, Scores, Fortschritt, Notizen oder Annotationen in PDF gehören.

Diese Daten werden in einem Learning Record Store (LRS) gespeichert und können für Analysen, Dashboards und Reporting genutzt werden. Dadurch wird sichtbar, wie Lernende mit Inhalten umgehen: welche Aufgaben häufig wiederholt werden, wo Videos abgebrochen werden, welche Abschnitte ungewöhnlich viel Zeit in Anspruch nehmen und welche interaktiven Elemente tatsächlich genutzt werden.

Der integrierte Learning Record Store (LRS) und der LTI-1.3-Connector erweitern diese Einsatzmöglichkeiten. Native LXMS-Inhalte können in bestehende LMS-Infrastrukturen eingebunden werden, ohne als starre Pakete ausgeliefert zu werden. Für bestehende SCORM-Bestände entsteht zusätzlich ein kontrollierter Übergang: Inhalte können weiter betrieben werden, während neue Auslieferungs- und Tracking-Modelle schrittweise aufgebaut werden.

So entsteht keine eingleisige Entweder-oder-Architektur. Das LMS bleibt der organisatorische Rahmen für Kurse, Teilnehmende und Zertifikate. Das LXMS übernimmt die Arbeit am Lernangebot selbst: Struktur, Inhalt, Bestand, Versio-nen, Varianten, Review, Delivery und detaillierte Analyse der Lernerfahrung.

Datenschutz und Datensparsamkeit

Mit detaillierten Lernverlaufsdaten steigt die Verantwortung im Umgang mit personenbezogenen Informationen. Vor der Speicherung von xAPI-Statements im LRS sollte klar definiert sein, welche Daten für welchen Zweck benötigt werden, wie lange sie gespeichert bleiben und ob Pseudonymisierung oder Anonymisierung erforderlich ist.

Sinnvoll ist eine differenzierte Datenerhebung. Nicht jedes Szenario braucht dieselbe Tiefe an Tracking. Für manche Lernangebote reichen aggregierte Nutzungsdaten, andere benötigen detailliertere Verlaufsmuster, etwa für formative Unterstützung, Evaluation oder Nachweispflichten.

Entscheidend ist die durchgängige Betrachtung der Datenkette: LMS, LXMS, LRS, Authentifizierung, Reporting und Löschprozesse müssen zusammen gedacht werden. Datenschutz ist damit kein nachgelagertes Compliance-Thema, sondern Teil der Systemarchitektur.